Topfgucken erlaubt: Bio-Küche für Fortgeschrittene
‚Einheitsbrei‘ ist in den Mensen der Osnabrücker Hochschulastronomie ein Fremdwort, und die zuständigen Köche sorgen dafür, dass das auch so bleibt. Ständige Weiterbildung gehört zum Beruf und so stand im vergangenen Jahr unter anderem ein Praxisworkshop zum Thema „Kreative vegetarische Bio-Küche“ auf dem Programm. Als Seminarleiter konnte der Hannoveraner „Bio-Papst“ Jürgen Piquardt gewonnen werden, der mit Mai Duong Thanh eine Köchin seiner Gourmet-Restaurants „La Provence“ und „Paradies“ zur Unterstützung mitbrachte. Piquardt und seine Ehefrau Heike kochen bereits seit Anfang der 80er-Jahre mit Bio-Zutaten. Mittlerweile verwenden sie in ihren Restaurantküchen und Catering betrieben sogar ausschließlich Produkte aus organischem Anbau. Piquardts Credo: „Nicht Kaviar und Stopfleberente für alle ist das Ziel. Sondern die Freude am Gesunden, Einfachen. An Kichererbse, Steckrübe, Rote Beete. Diese Freude zu erzeugen, ist eine wunderbare Aufgabe für engagierte, wache, an Nachhaltigkeit orientierte Köchinnen und Köche.“ Zugleich plädiert Piquardt dafür, als Koch niemals stehenzubleiben, die fachlichen Erkenntnisse immer wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Bei den Osnabrücker und Vechtaer Köchen der Mensabetriebe stieß Piquardt mit dieser Aussage auf offene Ohren. An drei Kurstagen ließen sie sich über Piquardts Philosophie unterrichten und widmeten sich unter den Augen des Meisters an Töpfen und Backblechen der praktischen Umsetzung. Nach der Rückkehr an den eigenen Arbeitsplatz wurden die neu gewonnenen Erkenntnisse in der täglichen Praxis an die übrigen Mitarbeiter weitergegeben.
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