Finanzierung

Ein existenziell wichtiger Punkt ist die Finanzierung des Studiums. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihre Finanzbasis nicht gesichert ist, hat es keinen Sinn, ein Auslandsstudium zu beginnen! Also: Planen Sie Ihr Auslandsstudium gründlich und gehen Sie lieber erst dann in die Ferne, wenn Sie es sich wirklich leisten können.

Lesen Sie daher bitte unbedingt die folgenden Hinweise zu den Kosten eines Studiums und den Möglichkeiten, dieses zu finanzieren, bevor Sie sich entschließen, in Osnabrück zu studieren!

Studienkosten

Allgemeine Studiengebühren: 500 € pro Semester.

Der Studienbeitrag ist landesweit einheitlich mit 500 Euro pro Semester gesetzlich festgelegt worden. Von der Erhebung der Studienbeiträge sind u. a. Studierende ausgenommen, die ein unter 14 Jahre altes Kind tatsächlich betreuen.

Eine Vorfinanzierung ist für die meisten Studierenden über Studienbeitragsdarlehen möglich. Die Zinsen dafür belaufen sich auf den garantierten Höchstsatz 7,5%. Keine Gebühren zahlt man u. a. im Urlaubssemester. Von den Gebühren befreit werden können auf Antrag u. a. Studierende mit Kind(ern) unter 14 Jahren.

Informationen zu den Studiengebühren und Semesterbeiträgen finden Sie auf den Seiten der Hochschulen:
Universität Osnabrück
Hochschule Osnabrück
Institut für Musik der Hochschule Osnabrück  
Hochschule Osnabrück Standort Lingen 
Universität Vechta 
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Diepholz, Standort Vechta

Im Internetportal »Internationale Studierende« des Deutschen Studentenwerks (DSW) finden Sie allgemeine Hinweise zu Ausbildungskosten in Deutschland.

Lebenshaltungskosten

Im Internet-Portal »Internationale Studierende« des Deutschen Studentenwerks (DSW) finden Sie allgemeine Hinweise zu Lebenshaltungskosten in Deutschland.

Stipendien

Eine Möglichkeit der Studienfinanzierung ist ein Stipendium. Grundsätzlich gilt: Informieren und bewerben Sie sich so früh wie möglich! Die Konkurrenz bei Stipendien ist sehr hoch.

Es gibt eine Vielzahl von Stipendien und genauso viele Vergabekriterien: Stipendien für Studienanfänger/innen, für Doktoranden/Doktorandinnen, für gute Noten, soziales Engagement, spezielle Studienvorhaben etc. Sie werden vergeben vom Staat, den Kirchen, Verbänden, der Wirtschaft, Parteien oder von privaten Einrichtungen. Viele dieser Förderungen richten sich speziell an Studierende aus dem Ausland.

Welche Stipendien für Sie in Frage kommen, können Sie über die Stipendiendatenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erfahren.

Staatliche Förderung

Ausländische Studierende erhalten nur in Ausnahmefällen eine Ausbildungsförderung des deutschen Staates (sog. BAföG und Bildungskredit).

Allgemeine Informationen zu den Bedingungen, unter denen internationale Studierende BAföG und den Bildungskredit erhalten können, finden Sie im Internetportal »Internationale Studierende« des Deutschen Studentenwerks (DSW) auf der Seite Staatliche Förderung.

Wenn die dort beschriebenen Regelungen auf Sie zutreffen, können Sie sich im Bereich Studienfinanzierung unserer Homepage weiter informieren.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie staatliche Ausbildungsförderung erhalten können, stehen Ihnen die Mitarbeiter/innen der Abteilung Studienfinanzierung des Studentenwerks gerne beratend zur Seite.

KfW-Studienkredit

Viele Banken bieten spezielle Kredite für Studierende mit sehr unterschiedlichen Bedingungen an. Das Studentenwerk Osnabrück ist Vertriebspartner für den KfW-Studienkredit. Dieser bietet Studierenden (unabhängig vom BAföG) eine zusätzliche Möglichkeit der Studienfinanzierung – ohne Prüfung der Vermögensverhältnisse. Antragsberechtigt sind Studierende (Deutsche oder EU-Mitglieder) nebst Familienangehörigen an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen, die noch über keinen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss verfügen. Auch ein Masterstudium kann mit dem Studienkredit finanziert werden. Zum Zeitpunkt des Finanzierungsbeginns darf der/die Studierende grundsätzlich das 31. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Es können Förderbeträge zwischen 100 und 650 € monatlich bis zum 10. (in Ausnahmefällen 14.) Fachsemester ausgezahlt werden (wobei sich der Förderbetrag monatlich verringert). Spätestens nach dem 6. Semester ist ein Leistungsnachweis zu erbringen, andernfalls erfolgen keine weiteren Auszahlungen.
 
Die Rückzahlung muss spätestens 25 Jahre nach dem Ende des Bezugs abgeschlossen sein, und es gibt (anders als beim BAföG) keine Erlassmöglichkeiten bei kurzer Studienzeit, guten Noten oder vorzeitiger Rückzahlung. Wer z. B. zehn Semester lang monatlich 400 € von der KfW bezieht, macht 24 000 € Schulden – plus Zinsen, so dass sich eine Gesamtschuld von rund 38 000 € ergibt (bei einer Tilgungszeit von zehn Jahren). Der Zinssatz beträgt derzeit 7,00 %, der garantierte Maximalzins derzeit 8,90 % (Stand: 01.10.2008; die KfW-Förderbank legt jeweils zum 1. April und 1. Oktober die Zinsen ihrer Kreditangebote neu fest).

Vor der Aufnahme eines KfW-Studienkredites sollten Sie sich auf jeden Fall von der Abteilung Studienfinanzierung beraten lassen, ob nicht noch günstigere Möglichkeiten der Studienfinanzierung (BAföG, Bildungskredit etc.) bestehen.

Das Studentenwerk unterbreitet dieses zusätzliche Angebot nicht abschlussorientiert, d. h. mit dem Ziel, möglichst viele Kredite zu vermitteln, sondern sucht nach optimalen Lösungen und informiert die Ratsuchenden über alle in Frage kommenden Finanzierungsmöglichkeiten.

Mehr Informationen online bei der KfW-Förderbank.

Niedersachsen-Studienbeitrags-Darlehen

Das Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen dient der Finanzierung der Studienbeiträge (»Studiengebühren«) an niedersächsischen Hochschulen in staatlicher Verantwortung nach § 11a des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG). Antragsberechtigt sind deutsche Studierende, Studierende aus EU-Staaten, Studierende aus EWR-Staaten sowie deren Familienangehörige, heimatlose Ausländer/innen, ferner Ausländer/innen und Staatenlose, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben (Bildungsinländer), sofern sie bei Aufnahme des Erststudiums das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Das Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen wird in Höhe des Studienbeitrages von 500 € je Semester für die Dauer des Studiums, aber höchstens für die Spanne der Regelstudienzeit zzgl. weiterer 4 Semester, gewährt. Die Darlehensbeträge werden ab Auszahlung verzinst und bis zum Beginn der Tilgungsphase aufgeschoben.

Das Darlehen wird variabel verzinst. Maßgeblich sind die aktuellen Kapitalmarktzinsen. Die monatliche Rückzahlungsrate beträgt mindestens 20 €; die Rückzahlung muss nach spätestens 20 Jahren abgeschlossen sein.

Die Antragstellung erfolgt im Online-Kreditportal der KfW, hier finden Sie mehr Informationen der NBank und Informationen der KfW.

Vor Abschluss eines solchen Darlehens sollten Sie sich in jedem Fall ausreichend beraten lassen. Wenden Sie sich hierzu an das International Welcome Center.

Jobben

Viele Studierende jobben neben dem Studium, um ihr Budget aufzubessern. Für ausländische Studierende sind die Arbeitsmöglichkeiten jedoch rechtlich eingeschränkt. Wichtige Hinweise hierzu finden Sie im Internetportal »Internationale Studierende« des Deutschen Studentenwerks (DSW) auf der Seite Arbeiten im Studium.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat ein ausführliches Informationsblatt zur Erwerbstätigkeit von ausländischen Studierenden [PDF] verfasst.

Berücksichtigen Sie bitte, dass keinerlei Garantie besteht, tatsächlich einen Job zu bekommen! Für Studierende in Deutschland wird es auf Grund der wirtschaftlichen Lage immer schwieriger, ihr Studium über eine Erwerbstätigkeit zu finanzieren.

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