16.01.2007   Alter: 4 yrs

Oberbürgermeister Boris Pistorius besucht Studentenwerk: Kooperation mit Theater führt zu deutlichem Anstieg der Besucherzahlen

 

Oberbürgermeister Boris Pistorius informierte sich bei seinem Besuch im Studentenwerk über die sozialen Rahmenbedingungen für Studierende, die wichtig für die Attraktivität des Hochschulstandorts Osnabrück sind. Besonders interessiert war Pistorius an der Kulturförderung des Studentenwerks. Die Kooperation mit dem Theater hat inzwischen zu einem deutlichen Anstieg der studentischen Besucherzahlen geführt. Das Studentenwerk unterstützt auch die Schaffung von zusätzlichen Krippenplätzen.

„Die Hochschulen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Daher ist es ein wichtiges Ziel, Osnabrück als Hochschulstandort für potenzielle Studierende und Lehrende noch attraktiver zu machen“, betonte der Oberbürgermeister. Zukünftig werden qualifizierte Service- und Beratungsleistungen noch stärker als bisher die Wahl der Studienortes, aber auch den Studienerfolg beeinflussen. Als Partner der Hochschulen, Studierenden und der Stadt liefert das Studentenwerk hierzu einen wichtigen Beitrag.

Bei seinem Rundgang besichtigte Pistorius die Mensa am Schloßgarten. In der mehrfach mit dem Goldenen Tablett ausgezeichneten Mensa erhalten Studierende und Hochschulbedienstete ein ausgewogenes, gesundes und preiswertes Essen. Alle Mensen des Studentenwerks sind inzwischen auch nach EG-Öko-Verordnung zertifiziert. Darüber hinaus wurde die Mensa im letzten Jahr von der Stadt als besonders „baby- und stillfreundlich“ ausgezeichnet. Babys und Kinder sind hier besonders willkommen, junge Eltern finden Wickeltische und einen Spielbereich in einer kinderfreundlichen Atmosphäre.

„Leider finden derzeit nicht alle studierenden Eltern und Hochschulbedienstete auf Anhieb einen Krippenplatz. In der Vergangenheit wurde sogar schon eine Berufung auf einen Lehrstuhl mit der Begründung abgelehnt, dass die Kinderbetreuung nicht gesichert sei“, berichtete Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks. Sie sicherte Pistorius die Unterstützung des Studentenwerks bei der Schaffung von zusätzlichen Krippenplätzen zu.

Besonders interessierte sich Pistorius für die Kulturförderung des Studentenwerks mit der Galerie im Foyer der Mensa und dem studentischen Radio sowie für die Zusammenarbeit mit dem Theater Osnabrück.

Birgit Bornemann erläuterte diese Kooperation. Sie freue sich über die große Resonanz. „Die studentischen Besucherzahlen sind dadurch deutlich angestiegen“, so Bornemann. Mit einer Kommunikationsplattform in der Mensa am Schloßgarten werden Studierende angeregt, häufiger das Theater zu besuchen. Es gibt Informationen über den Spielplan, auf Monitoren sind Ausschnitte aktueller Bühnenstücke zu sehen und am Vorverkaufsstand werden regelmäßig vergünstigte Theaterkarten angeboten. Über die „Mitguckzentrale“ finden sich Partner und Gruppen für gemeinsame Theaterbesuche.

Pistorius lobte die studentischen Wohnmöglichkeiten in Osnabrück. „Ich freue mich, dass das Studentenwerk in der Vergangenheit zahlreiche Immobilien der Stadt erworben und durch gute architektonische Lösungen zu attraktiven Objekten für studentisches Wohnen weiterentwickelt hat“, so Pistorius. Als Beispiel nannte er die alte Gasuhrenfabrik am Jahnplatz, das kleinste Studentenwohnheim auf der Stadtmauer (für eine Person) und als aktuelles Objekt das Gartenhäuschen im Bürgerpark, das heute als zweitkleinstes Studentenwohnheim zwei Studierenden ein gemütliches Zuhause bietet.

„Ich bin sicher, dass Stadt und Studentenwerk weitere Projekte realisieren können. Es wird sich auch noch zeigen, welche Perspektiven sich aus dem Abzug der britischen Streitkräfte für Hochschulen und Studentenwerk ergeben“, so Pistorius.

Pistorius und Bornemann waren sich einig, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Studentenwerk weiter intensiviert werden soll.

Frau Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück und Herr Oberbürgermeister Boris Pistorius vor einem Gemälde des Künstlers Sebastian Osterhaus in der Galerie im Foyer der Mensa im Schloßgarten.