Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks schon seit 1990 eine wichtige Rolle. Wir stellen unsere Angebote und Planungen vor dem Hintergrund ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit immer wieder auf den Prüfstand.

Schon beim Einkauf liegt ein besonderer Augenmerk auf Qualität inklusive Nachhaltigkeit. Alle Lieferanten müssen angeben, ob sie mit geklonter oder genmanipulierter Ware handeln. Lieferanten aus der Region werden bevorzugt. Backwaren liefern Bäckereien, die in Osnabrück, Vechta und Lingen ansässig sind für die jeweilige Mensa vor Ort.

Unsere Mensen bieten überwiegend Fleisch aus artgerechter Haltung an. Unser Lieferant ist die Firma „Neuland“. Neuland garantiert Fleisch, dass aus artgerechter und umweltschonender Nutztierhaltung aus der Region stammt. Die Bauern, die mit Neuland zusammenarbeiten, haben sich verpflichtet, ihre Tiere ausschließlich mit artgerechtem und heimischem Futter zu versorgen, das weder gentechnisch verändert noch mit leistungsfördernden Zusätzen vermischt sein darf. Darüber hinaus setzen die Betriebe auf ausreichend frische Luft und genügend Auslauf für ihre Tiere.

In den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks hat Biokost nicht nur immer Saison, sondern erfreut sich auch gleichbleibend hoher Konjunktur. Speisen in Bio-Qualität werden von den Gästen sehr stark nachgefragt. Die Köche sorgen mit großem Einfallsreichtum und mit Blick auf das jahreszeitliche Produktangebot für Abwechslung. Verbraucher haben erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der Klimabilanz. Mit 1,5 Millionen Essen jährlich, ist das Studentenwerk der größte Gemeinschaftsverpfleger in der Region.

Es ist wichtig und auch möglich in der Großverpflegung Verantwortung zu zeigen und mit sanften, aber kontinuierlichen Impulsen die Gäste zu gesundem und ausgewogenem Essverhalten anzuhalten, dafür zu interessieren und nachhaltig zu begeistern.

Seit 1992 sind Bio-Produkte im Studentenwerk ein fester Bestandteil. Die Gäste honorierten das Engagement, indem sie durch eine hohe Zufriedenheitsbekundung die Mensen des Studentenwerksim Jahre 2008 zur „Bio-Mensa des Jahres“ kürten.

Wir bieten Fisch an, der nachweislich nicht im Bestand gefährdet ist oder aus kontrollierter Aquakultur stammt. Durch dieses Angebot wollen wir helfen die natürlichen Ressourcen der Weltmeere zu schützen und einer Überfischung entgegen zu wirken.

In allen Cafeterien des Studentenwerks wird Kaffee angeboten, der biologisch angebaut und Fair Trade gehandelt wird. Auf dieses Angebot sind wir besonders stolz, denn hiermit wird Nachhaltigkeit glaubwürdig unter Beweis gestellt.

Die Mensen und Cafeterien sowie die CampusKita des Studentenwerks Osnabrück tragen seit 2016 das ECARF-Qualitätssiegel „Allergiker freundlich Qualitätsgeprüft“. Dank großer Transparenz und Sorgfalt bei der Zubereitung der Speisen bieten unsere Einrichtungen einen besonderen Service für Gäste mit Allergien und/oder Unverträglichkeiten, um die Auswahl der Speisen beschwerdefreier und angenehmer zu gestalten. Ein wichtiger Bestandteil des Allergenmanagements ist die lückenlose Kennzeichnung der 14 Hauptallergene auf Speiseplänen und an den Ausgabetheken. So können Allergiker schon im Vorfeld entscheiden, welche Gerichte für sie in Frage kommen.

Das ECARF-Qualitätssiegel stellt seit 2006 eine Auszeichnung für allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen dar. Das Siegel wurde von der Stiftung ECARF in enger Zusammenarbeit mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen entwickelt.

Mehr Informationen: http://ecarf-siegel.org/startseite.html

Man kennt es aus der eigenen Küche: Wo gekocht und gegessen wird, fällt Müll an. Verpackungsmaterial, Abfall von der Zubereitung, Essensreste. Entsprechend groß sind die Mengen in einem Gemeinschaftsverpflegungsunternehmen wie der Hochschulgastronomie des Studentenwerks Osnabrück. Aber hier wird vorgebeugt. Dank moderner Küchentechnik können die Gerichte in den Mensen in kleinen Schritten à 50 Portionen und damit je nach Nachfrage zubereitet werden. Die Ausgabe in Komponenten erlaubt es den Gästen sich ihr Menü je nach Appetit zusammenstellen. Auf Anfrage nehmen die Bediensteten an den Ausgaben auch individuelle Portionierungen vor – wer nur einen halben Teller Eintopf oder einen kleinen Salat möchte, bekommt ihn auch. So lässt sich Überschuss vermeiden, Lebensmittel gelangen nicht in den Müll. Etwas problematischer zeigt sich die Situation beim Geschirr, zumal bei Getränken und Speisen zum Mitnehmen. Aber auch hier wird kreativ an Lösungen gearbeitet. Wenn irgend möglich, kommt Mehrweggeschirr zum Einsatz. Wo das nur eingeschränkt realisierbar ist, zum Beispiel beim Kaffee „to go“, verwenden Cafeterien und die Getränketheken in den Mensen Behälter aus kompostierbarem Polylactid (PLA), das aus Maisstärke gewonnen wird. In den Einrichtungen des Studentenwerks gibt es Sammelstellen für unterschiedliche Müllarten, die von einem Dienstleister entsorgt und der Wiederverwertung zugeführt werden. Die Kundschaft, in überwiegender Zahl Studierende, ist problembewusst, die Mülltrennung funktioniert. Für die in einigen Seminargebäuden aufgestellten Münzautomaten wurde ein Pfandsystem entwickelt – wer die mit einer besonderen Markierung versehenen geleerten Trinkbecher in den entsprechenden Automaten gibt, erhält zehn Cent zurück. Positiver Nebeneffekt: In den Seminar- und Arbeitsräumen finden sich anders als früher kaum noch sorglos weggeworfene oder auf den Tischen zurückgelassene Becher.