27.03.20

11 Tipps, um alleine zurechtzukommen

Unser Team der psb zeigt dir, wie du die aktuell geltenden Kontakt-Einschränkungen oder eine Quarantäne gut bewältigen kannst.

Grundsätzlich gilt: jeder Mensch ist anders- probiere daher die für dich passende Strategie aus. In außergewöhnlichen Zeiten kann es zu neuen Belastungen und ungewohnten Emotionen kommen. Es braucht Zeit, sich an diese neuen Umstände und Herausforderungen zu gewöhnen.

11 tips to get along on your own
 

1. Denke daran, dass die eigenen Einschränkungen zum Wohle und Schutz der Gemeinschaft dienen

Quarantäne oder Abstandhalten hilft allen. Die Maßnahmen sind daher vernünftig und dienen dem Schutz aller. Der Gedanke, etwas für die Gemeinschaft zu tun, ist sinngebend und hilft Angst zu reduzieren. Großzügigkeit gegenüber anderen, sich sozial verantwortlich zu verhalten, hilft uns akzeptierend und respektvoll mit eigenen Einschränkungen und Anspannung umzugehen.

2. Halte eine Tagesstruktur ein!

Überleg dir eine für Dich sinnvolle Aufstehzeit und achte darauf, nicht länger als 8-9 Stunden pro Nacht zu schlafen. So nett es sein kann, am Wochenende mal einen Tag im Pyjama zu chillen, so hilfreich ist es, sich an Werktagen morgens zu waschen, anzuziehen, um sich aktiv und energiegeladen zu fühlen. Genauso können dir die üblichen Essens-, Lern- und Schlafenszeiten Halt geben. Und falls du keine regelmäßigen Zeiten hattest, versuch es doch mal damit ;-)

3. Plane deinen Tag!

Ein guter Tagesplan beugt Gefühlen von Hilflosigkeit und Kontrollverlust vor – statt passiv den Tag an sich vorbei ziehen zu lassen, versuche ihn aktiv zu gestalten. Setze dir klare Termine für Dinge, die du tun musst (putzen, abwaschen, Wäsche waschen, Mahlzeiten zubereiten) und Dinge, die du tun möchtest (Lesezeit, Serien gucken, mit Freunden telefonieren, Sport treiben, Yoga...) – dabei kann es individuell sehr stark variieren, was zu welcher Kategorie gehört. Vielleicht planst du schon am Abend vorher, so weißt du was dich am nächsten Tag erwartet und kannst motivierter starten. Aber verplane nie die ganze Zeit, sondern lass dir auch immer Freiraum, einfach mal die freie Zeit zu genießen.

4. Kontrolliere deinen Medienkonsum!

Verbringe nicht den ganzen Tag am Handy, am PC oder an der Spielekonsole. Sich an einem Film oder einem Spiel zu erfreuen – gute Idee, aber bleibe nicht stundenlang daran kleben. Entdecke zwischendurch ruhig mal, was dein Körper sonst noch so drauf hat und probiere ein paar neue Skills aus.

5. Begib dich auf die Suche nach sinnvollen Projekten!

Was wolltest du immer schon einmal tun und hast es aus Zeitmangel bisher aufgeschoben. Das Spektrum ist breit: von Frühjahrsputz über basteln, puzzeln, den Balkon bepflanzen/Garten umgraben, endlich mal wieder Tagebuch schreiben, Sprachen lernen... Teile dein Projekt in möglichst kleine Portionen und setze dir moderate Ziele, die du Tag für Tag abarbeitest.

6. Bewege dich!

Bewegung ist dein körpereigenes Medikament gegen Grübeln und negative Stimmungen. Indem du dich bewegst, zeigst du deinem Gehirn mit jeder Faser: Da geht noch was!

Dabei muss es gar kein Hochleistungssport sein, auch ein Spaziergang an frischer Luft, ein Workout zu Hause tut dir gut. Im Internet (jetzt darfst du ;-)) kannst du dir Anregungen für Trainingseinheiten auch ohne Geräte holen. Fang dabei klein an: jeden Tag 5-10 Minuten ist viel besser als einmal zwei Stunden und dann nie wieder.

7. Pflege deine sozialen Kontakte!

Erhalte deine sozialen Kontakte möglichst aufrecht, verabrede dich mit Freunden zum regelmäßigen Telefonieren, Chatten oder per Video – nutze die Zeit, um dich bei "alten" Freund*innen wieder zu melden und an Kontakte anzuknüpfen. Keine Lust mehr auf Gespräche - dann überrasche Deine Freunde mit einer Postkarte, einem Brief oder einer längeren Email. Konzentriere dich in deinen Gesprächen und Nachrichten auf die Dinge, die positiv waren am Tag, vermeide gemeinsames Jammern. Alternativ kannst du auch für dich selbst schreiben – Morgenseiten, Tagebuch, einen Blog...

8. Werde nicht zum COVID-19 Experten!

Informiere dich regelmäßig (einmal am Tag reicht) über die aktuelle Situation, aber übertreibe nicht. Lege Dich auf einige wenige Informationskanäle fest und springe nicht von einer Horrormeldung zur nächsten – achte darauf, dass die Krise nicht zu Deinem einzigen Thema wird.

9. Stärke deine Resilienz!

Nutze die Chance und beginne dein "psychologisches Immunsystem" zu stärken, denn kleine oder größere Krisen treten immer mal wieder auf im Leben. Eine gute seelische Widerstandskraft ermöglicht dir jedoch, diese zu überwinden und gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Verwende jeden Tag 5-20 Minuten darauf, z. B. ein Entspannungsverfahren zu erlernen oder eine Achtsamkeitsübung zu machen. So tust du langfristig etwas für deine innere Stärke. Es gibt verschiedene Achtsamkeits Apps mit denen du üben kannst. Resilienz ist erlernbar.

10. Besinne dich auf deine Stärken!

Solltest du doch mal in trübe Stimmung geraten, denke darüber nach, was du an dir magst, was du gut kannst, welche positiven Eigenschaften du hast, was du bisher an positiven Erfahrungen in deinem Leben gemacht und was du alles schon bewältigt hast. Und gib nicht gleich auf, wenn dir nicht so viel einfällt – das ist normal in einer negativen Stimmung. Frag deine Freunde oder deine Eltern, was sie an dir mögen. Menschen, die dich gerne haben, fällt bestimmt eine Menge ein.

11. Suche dir Hilfe

Wenn sich deine Gedanken im Kreis drehen, du dir Sorgen über Dein Studium machst, dich alleine fühlst, suche dir professionelle Hilfe. Wende dich z.B. an die Psychosoziale Beratung (psb). Wir sind weiterhin für dich erreichbar. Aus den bekannten Vorsichtsmaßnahmen im Moment nicht persönlich, aber per Telefon oder E-Mail.

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Claudia Puzik
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